Nach unserer gestrigen Entdeckungstour in meiner großen Stadt habe ich mich heute Vormittag auf eine Entdeckungstour in den Bauerngarten gemacht. Drei der vier Quadrate meines Bauerngartens sind so verkrautet, dass die einzelnen Pflanzen nicht wirklich zu erkennen sind. Also habe ich mich aufgemacht, alle blühenden Pflanzen so weit von den fiesen Gräsern zu befreien, dass sie schön zu sehen sind.

Im Bauerngarten

Dabei habe ich noch die ein oder andere Küchenschelle entdeckt, von der ich vorher nichts gewusst habe. Da ich Küchenschelle sehr mag, habe ich mich natürlich sehr gefreut. Über diese gefüllte Primel freue ich mich auch jedes Jahr (ich denke es ist eine Primel, so genau weiß ich es nicht. Gibt es auch gefüllte Schlüsselblumen?). Mit den einfachen Primeln habe ich normalerweise kein Glück, aber diese Pflanze ist eine ganz treue Seele.

Im Bauerngarten

Auch diese Schlüsselblume erfreut mein Herz jedes Frühjahr, auch wenn sie nie größer wird oder sich vermehrt.

Im Bauerngarten

Eine Stunde habe ich im Bauerngarten gewerkelt, danach musste ich meinem Rebell erst einmal eine Ruhepause gönnen. Da passte es ganz gut, dass der Michelmann wieder Lust hatte, unser Mittagessen zuzubereiten. Also konnte ich mich im Gartenwohnzimmer ein wenig entspannen, bevor wir dort gemeinsam gespeist haben. Das Wetter war heute den ganzen Tag sonnig. Deshalb habe ich nach dem Mittag meine Rollschuhe angeschnallt. Es war aber so ein starker Wind, dass ich ohne eigene Bewegung die halbe Straße heruntergerollt bin. Zurück musste ich mich dann ganz schön gegen den Gegenwind stemmen. Das war sehr, sehr anstrengend, hat aber trotzdem viel Spaß gemacht.

Wieder zuhause haben wir Kaffee im Gartenwohnzimmer getrunken und gelesen. Auch auf die Gefahr, Sie zu langweilen: ich bin so froh, dass wir dieses Zimmerchen haben. So konnten wir diesen schönen Sonnentag auch wirklich im Garten genießen. Denn um im Freien auf der Bank Sonne zu tanken war der Wind doch zu frisch und auch zu kräftig. Hätten wir das GWZ nicht, hätten wir die Zeit auf dem Sofa im Kaminzimmer verbracht.

Auf den Fensterbänken im Haus hat sich eine Menge getan: Ich habe heute Zinien, Sonnenblumen, Ringelblumen, Lauch, Kopfsalat, Rote Beete, Kohlrabi und Kürbisse gesät und Pastinacken sowie Petersilie direkt ins Quadratbeet. Ich habe mir nämlich meine Saatliste aus dem letzten Jahr angeschaut und gelesen,  was ich im letzten Jahr bereits im März und April gesät habe. Das meiste Gemüse hatte ich da schon im März vorgezogen.

Den Pflänzchen, die ich diese Woche ins GWZ gestellt habe, geht es dort übrigens auch richtig gut. Ich werde sie nächste Woche ins Quadratbeet setzen und dann unter Vlies vor Sonne und der nächtlichen Abkühlung schützen.

Ach ja, ich habe auch noch meinen Bärlauch umgesetzt und den neuen dazugepflanzt. Davor musste ich allerdings im Dreiecksgrundstück das Beet vorbereiten und kräftig säubern. Noch einmal drei Eimer voll Wurzeln, Gräser und Wildkräuter habe ich entfernt.

Mirabellenbaum

Der Michelmann hat derweil einen riesigen abgestorbenen Ast vom Mirabellenbaum abgesägt und die Wildrosen im Dreiecksgrundstück zurückgeschnitten, die sich durch den Gartenzaun zum Nachbarn geschlängelt haben.

Wir haben zusammen wirklich eine Menge im Garten geschafft und trotzdem nicht das Gefühl, einen anstrengenden Arbeitstag hinter uns zu haben. Es war ein wunderbarer Sonnengartensonntag.

Sonntag, 12.04. tagsüber 5,2°C, wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten,
nachts Sturm und Regen, 5,3°C
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