Wenn Sie so viel im Garten vorhaben und vor Energie nur so sprühen, wie der Michelmann und ich, dann fällt so eine Gartenpause unheimlich schwer. Aber das Wetter lädt nun wirklich nicht zum Werkeln im Garten ein und mein doofer Virus nimmt mir meine Kraft. Aber wir sind so aktiv ins neue Gartenjahr gestartet wie noch nie zuvor und deshalb haben wir auch schon mehr geschafft, als wir es vorher für möglich hielten. Und so nutze ich die Pause für einen Eintrag über die Veränderungen der letzten Wochen. Leider habe ich nicht von jeder Ecke ein Vorher-Foto gemacht, aber ein bisschen kann ich Ihnen zeigen.

Die höchste Priorität in unserem großen Gartenprojekt haben die Obstbaumhecke und die Quadratbeete. Vorher wuchs dort die Koniferenhecke, die wir in den ersten Jahren, als es das Neubaugebiet noch nicht gab, als Windschutz haben wachsen lassen. Damals waren direkt hinter dem schmalen Garten unseres direkten Nachbars freie Felder. Und weil es bei uns auf dem platten Lande immer sehr windig und stürmisch ist, hatten wir oft Sand und Staub in der Luft. Auch unsere Nachbarn und ihre Gäste waren bis zum Tode des Familienoberhauptes sehr anstrengend. So waren wir froh über diesen natürlichen Schutzwall. Schön fand ich die Hecke noch nie. Ich finde, die Immergrünen haben in einem Landhausgarten nichts zu suchen. Als Solitärpflanze okay, aber als Hauptpflanze nicht. Schöner sind einfach heimische Sträucher mit Beeren für die Vögel und Obstbäume und -sträucher für uns. Im Herbst haben wir die Bäume gefällt und danach sah das Beet dann so aus;

Die Wildkräuter haben wir noch entfernt und den Winter über in unserer Biotonne entsorgt. Hier noch einmal ein Blick in die andere Richtung.

In diesem Frühjahr haben wir dann den Boden ausgetauscht und für die Obstbaumhecke vorbereitet. So sieht es zur Zeit aus:

Und hier der Blick über die Sitzgruppe. Der Teich sieht etwas kahl aus, weil die Wasserpflanzen und die Pflanzen drumherum noch fehlen.

In dem Beet vor den Koniferen waren außer der Kletterrose am Rosenbogen eine Pfingstrose, Frühlingsblüher, Gedenkemein, Taglilien und Frauenmantel. Im Winter sah das Beet immer ganz grauselig aus. Im Sommer, wenn sich der Frauenmantel in voller Pracht ausbreitete, war es recht nett anzusehen. Ganz, ganz früher war hier mein erstes Gemüsebeet und genau das sollte hier nun auch wieder entstehen.

Nun stehen hier die beiden Quadratbeete. Auf diesem Foto ist das zweite Quadrat noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch die Schnüre.

Und nun zeige ich Ihnen, was sich auf dem Dreiecksgrundstück hinter dem Gewächshaus in den letzten Wochen getan hat. Hinter dem GWH sind bis zum Zaun des Nachbarns noch einige Meter. Leider wächst dort nichts, weil der Nachbar riesige Bäume auf seinem Grundstück hat. Wir nutzen das Stückchen Land zur Lagerung von Gartenabfällen. Die vielen Koniferen, die wir im Herbst gefällt haben, lagerten dort zum Beispiel, bis die Dorfjugend sie zerschreddert hat. Aber auch vieles andere, was sich im Laufe der Jahre angesammelt hat.

Auf dem Foto sehen Sie, dass der Weg gleich hinter der Poterie endete. Jetzt ist es wieder möglich, einmal um das GWH zu gehen und links herum kommen wir jetzt auch bis ans Ende des Grundstückes. Wenn Sie sich an dem Rand des grauen Topfes orientieren, erkennen Sie die Veränderung am Besten.

Das Grüne über dem grauen Topf sind die Teile des Thermokomposters, die schon auf ihren Einsatz warten. Rechts im Vordergrund liegt noch Schnittgut, das jetzt aber schon dem Osterfeuerhaufen liegt. Der Erdhaufen wird auch noch verschwinden und dann haben wir schön viel Platz für den Thermokomposter und den offen Kompostkasten aus Holz. Das waren die beiden größten und aufwendigsten Verschönerungsarbeiten, die wir bisher erledigt haben. Nur eine Tagesaufgabe war dagegen das Kräuterbeet an der Ausfahrt, das auch im Laufe der Zeit ziemlich verkrautete.

Wir haben die alten Kräuter, die teilweise schon 15 Jahre alt waren, herausgenommen. Neue Kräuter werden dort erst einmal nicht gepflanzt. Ich werde mir zwar die wichtigsten Kräuter neu kaufen, aber sie kommen dann erst einmal in Töpfe und werden im Hof verteilt. Einige habe ich ja ausgesät und vielleicht werden sie auch etwas.

Ich bin ziemlich stolz auf das, was wir in diesem Jahr schon geschafft haben. Schließlich haben wir unser Gartenjahr erst vor sieben Wochen mit dem Baumschnitt begonnen. Wir haben uns vorgenommen, unser Projekt in diesem Jahr so weit abzuschließen, dass alle Wege und Beete angelegt sind. Feinheiten wie Blumen und Stauden kommen dann im nächsten Jahr an die Reihe. Pflanzentechnisch möchte ich mich auf meine Gemüsebeete konzentrieren, damit habe ich genug zu tun. Sie wissen ja, ich bin eine „Lust&Laune-Gärtnerin“, die ihren Garten genießen und sich nicht von ihm stressen lassen möchte. Daher werden wir unser Projekt in kleinen Schritten vollenden. Diese kleinen Schritte werde ich natürlich im Gartengeflüster zeigen, wenn möglich mit Vorher-Nachher-Fotos. Ich freue mich, wenn Sie mich durch mein Gartenjahr begleiten!

Donnerstag, 05.04. tagsüber 7 °C, wechselnd bewölkt, nachts -1,5 °C
Karfreitag, 06.04. tagsüber 7,3 °C, heiter bis wolkig, nachts 2,2 °C
Samstag, 07.04. tagsüber 5,6 °C, Schneeschauer, später heiter bis wolkig, 
nachts -1,5 °C
Advertisements