Wenn man vormittags eine halbe Stunde und abends eine Stunde im Garten fleißig ist und den Nachmittag kaffeetrinkenderweise und quatschend mit der Freundin im Garten sitzt, zählt es doch auch als Gartentag, oder?

Also, ich war ja soooo fleißig, den ganzen Tag war ich im Garten zugange.  Der letzte Blick, den der Michelmann von mir erhaschte, als er sich aufmachte, die Welt zu retten, war mein Hinterteil, da ich gerade anfing, das eine Beet von den größten Wildkräutern zu befreien. Als der Michelmann neun Stunden später wieder nach Hause kam, habe ich gerade meine Geburtstagsgeschenke, die Herbstanemone und den Wasserdost eingebuddelt. Da war er ganz beeindruckt, so eine brave Gärtnerin Ehefrau vorzufinden. Nachdem ich ihm erzählt habe, wie nett der Nachmittag mit meiner Freundin war, hat er sich für mich gefreut. Und ich glaube, er war auch erleichtert, dass ich nicht zur Gartenstreberin mutiert bin. Wer weiß, was ich von ihm an seinem nächsten freien Wochenende gefordert hätte.  ;-)

Meine “das-habe-ich-heute-im-Garten-geschafft-Liste:

  • viele Wildkräuter ausgebuddelt.
  • Saat für Frau Sterntau gesammelt.
  • Stauden zurückgeschnitten.
  • zwei Buchsbäume zurückgeschnitten.
  • die Herbstanemone eingepflanzt.
  • die beiden Wasserdost eingepflanzt.
  • viele Kannen Gießwasser geschleppt.
  • mit dem Michelmann Mädchenbier (ich) und Puffbier (er) am Brunnen vor dem Tore Hause getrunken.

Gar nicht mal so wenig, oder?