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Es ist nicht aller Abend Tage,
ich komm wieder keine Frage!

Werte Damen,
die gewünschte Saat werde ich Ihnen nach diesem Ereignis zukommen lassen. Sofern noch nicht geschehen, müssen Sie mir bis dahin Ihre Adresse zukommen lassen.
Bilderbuchwetter zum Feierabend. Wie toll ist das denn?
Ich bin sofort in den Garten und habe eine Menge geschafft:
- mit dem Michelmann Altpapier für die Abholung zusammensuchen und verpacken (ca. 10 Minuten)
- Kaffeetrinken mit dem Michelmann am Brunnen und quatschen (ca. 30 Minuten)
- LaLu-Lesen (ich) und Reiseprospekte wälzen (der Michelmann) und über das Gelesene sprechen, erst am Brunnen, als es zu schattig wurde am Sitzplatz vor dem Küchenfenster (ca. 1 Stunde)
- mit dem Michelmann über anderes quatschen und lachen (ca. 30 Minuten)
- Handgranaten sammeln (Wunderblumensaat) (ca. 2 Minuten)
- Wildkräuterzupfen im Bauerngarten (einen großen Eimer voll) (ca. 20 Minuten)
Die Prioritäten richtig verteilt, finde ich.
Und zum Schluß noch einmal die Ermahnung an alle Gärtner(innen): Immer schön mit den Pflanzen sprechen. Wüste Drohungen Liebe Worte wirken wahre Wunder. Gestern habe ich in meinem großen Kräuterbeet fünf Frauenmäntelchen, drei Sommerfliederchen und ein Bartblümchen gefunden, die sich im Laufe des Sommers dort ausgesät haben. Das erfreute meine Herz und so habe ich mir gleich schöne neue Plätze für die Kleinen ausgesucht. Dabei fand ich einen Mini-Frauenmantel, den ich letzte oder vorletzte Woche dorthingepflanzt habe (auch ein selbstausgesätes Minipflänzchen). Dieser Frauenmantel hat aber sofort angefangen vor sich hinzumickern und bestand gestern nur noch aus zwei braunen Blättern. Häßlich. Also habe ich mit ihm geschimpft und ihm gesagt, dass ich gleich mal ein zweites Pflänzchen daneben setzte, weil es so doof aussieht. Hat supergewirkt, heute ist ein wunderschönes grünes Blättchen zu sehen
)) In diesem Sinne: immer schön miteinanderreden!
(und ich möchte jetzt keinen Kommentar lesen, dass es bei Frauenmänteln oft so ist. Das weiß ich. Schließlich gehört der Frauenmantel schon immer zu den meistgeliebten Pflanzen in meinem Garten)
Montag, 22 ° C, vormittags bedeckt, nachmittags und abends fast wolkenlos und sonnig
Meine ganz natürliche Bohnenrankelhilfe:

Die verwelkte Alliumblüte. Eigentlich war das Rankelgitter an den bunten Pfählen dafür vorgesehen. Aber nun gut.
Den Vormittag habe ich genutzt, um mein großes Kräuterbeet aufzuhübschen. Da es schön bedeckt war, habe ich die Buchsbaumhecke zurückgeschnitten (hier ein kleiner Ausschnitt):

Der Buchsbaum ist mein ganzer Stolz, alles eigene Babys, die ich vor zwei Jahren gezogen habe. Insgesamt um die 1000 Stecklinge.
Gleichzeitig habe ich die Kräuter zurückgeschnitten und Wildkräuter und Gräser ohne Ende herausgezupft. Dabei war das Wetter ziemlich ungemütlich. Gar fürcherlicher Wind. Als ich mit der Hecke fertig war, riß der Himmel auf und es wurde sonnig. Na klasse, das bekommt dem Buchs auch so toll. Egal.
In diesem Jahr ist der Salbei explodiert. Riiiiesig sind sie und so musste ich einen etwas zurückzuschneiden, damit ich überhaupt an den Buchs komme. Und weil nichts verkommen soll und ich mir jedes Jahr Salbei für Tee gegen Halsschmerz trockne, habe ich mir gleich eine Salbeigirlande gebunden.
zuerst:

dann:

Und wisst Ihr, was das ist?

Frische Chilipaste. Für Sambal Oelek. Mich kann man ja mit so Scharfem jagen, aber der Michelmann kann das gut leiden.
Den Rest des Tages werde ich im Hause verbringen. Der Wind nervt und verursacht Kopfweh.
In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Sonntag!
Samstag 16.08. – Sonntag 24.08.eine wechselhafte Woche: Regen, Sonne, Wind, 19° – 22° C, nachts 12 ° C.
Meine Bonica steht jetzt auch wieder in voller Blüte. Diese Pflanze ist wirklich ein Traum! Sie blüht von Mai bis weit in den Herbst hinein und erfreut mein Herz den ganzen Sommer.

Gestern habe ich Frau Sterntau Rosenfotos versprochen. Als hätte ich es gewusst, dass das Wetter heute Abend gar grauselig ist, habe ich bereits gestern ein paar Fotos geschossen.
Voilà, extra für Sie, meine Dame:
(aber alle anderen dürfen natürlich auch genießen!)

(Sangershäuser Jubiläumsrose)

(David Austin ‘Benjamin Britten’, leider kommt die echte Farbe auf diesem Foto nicht richtig rüber)

(David Austin ‘James Galway’)
Und wer nicht genug von Rosen bekommen kann, klicke hier.
Der aufmerksame Leser weiß. dass meine Pflanze im August eindeutig die Hortensie ist. Ich liebe diese Pflanze, seitdem ich in der Bretagne überall auf riesige Hortensiesträucher und -hecken gestoßen bin:

Und warum ich die Pflanze so liebe, seht selbst:








Inzwischen habe ich selbst drei ganz riesige Sträucher und acht kleinere Pflanzen. Für mich die Pflanze des Sommers schlechthin. Und wer sich wie ich nicht sattsehen kann, hier gibt es noch mehr Hortensienfotos aus meinem Garten.
Drei der vier Pflanzen jedenfalls. Für mein Miscanthus sinensis fehlt noch der Kübel. Den muss ich mir erst kaufen. Aber immerhin die Herbstanemone (Anemone hupehensis-Hybride)

und die beiden Wasserdost (Eupatorium fistulosum)


dürfen seit gestern im Beet wachsen.

Wenn man vormittags eine halbe Stunde und abends eine Stunde im Garten fleißig ist und den Nachmittag kaffeetrinkenderweise und quatschend mit der Freundin im Garten sitzt, zählt es doch auch als Gartentag, oder?
Also, ich war ja soooo fleißig, den ganzen Tag war ich im Garten zugange. Der letzte Blick, den der Michelmann von mir erhaschte, als er sich aufmachte, die Welt zu retten, war mein Hinterteil, da ich gerade anfing, das eine Beet von den größten Wildkräutern zu befreien. Als der Michelmann neun Stunden später wieder nach Hause kam, habe ich gerade meine Geburtstagsgeschenke, die Herbstanemone und den Wasserdost eingebuddelt. Da war er ganz beeindruckt, so eine brave Gärtnerin Ehefrau vorzufinden. Nachdem ich ihm erzählt habe, wie nett der Nachmittag mit meiner Freundin war, hat er sich für mich gefreut. Und ich glaube, er war auch erleichtert, dass ich nicht zur Gartenstreberin mutiert bin. Wer weiß, was ich von ihm an seinem nächsten freien Wochenende gefordert hätte.
Meine „das-habe-ich-heute-im-Garten-geschafft-Liste:
- viele Wildkräuter ausgebuddelt.
- Saat für Frau Sterntau gesammelt.
- Stauden zurückgeschnitten.
- zwei Buchsbäume zurückgeschnitten.
- die Herbstanemone eingepflanzt.
- die beiden Wasserdost eingepflanzt.
- viele Kannen Gießwasser geschleppt.
- mit dem Michelmann Mädchenbier (ich) und Puffbier (er) am Brunnen vor dem Tore Hause getrunken.
Gar nicht mal so wenig, oder?

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